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09.01.2018 11:10 Alter: 8 days

18. Spieltag der Fußball-Bundesliga, Eintracht Frankfurt gegen SC Freiburg

Samstag, 13. Januar 2018, 15.30 Uhr Commerzbank Arena, Frankfurt Eintracht Frankfurt - SC Freiburg


Das Vorspiel

 

Es war die kürzeste Winterpause seit Einführung der Bundesliga. Am Wochenende beginnt die Rückrunde. Gefühlt ein bisschen früh für Geist, Muskulatur, Sehnen und Knochen der Athleten und auch ich, der ich nur kommentierend begleite hätte den – wenn wir ehrlich sind – „wohlig leidend“ erlebten Fußballentzug noch zwei, drei Wochen ausgehalten. Köln, Gladbach, Augsburg, das Pokalspiel in Bremen – das war doch erst neulich. Die vielen Kilometer auf der Autobahn, die Achterbahnfahrt der Gefühle während der Spiele, alles ist noch sehr frisch. Ein bisschen Abstand gewinnen, doch, das wäre auch eine Möglichkeit gewesen im nasskalten aber so gar nicht winterlich anmutenden Januar 2018 in Südbaden. Andererseits – was hätte ich zum Beispiel am kommenden Wochenende ohne die Bundesliga getrieben? Eben! Es geht wieder los und fertig.

Am Freitagabend moderiere ich einen Teil des Neujahrsempfangs der Stadt Neuenburg am Rhein, der unter dem Motto „Sportstadt Neuenburg am Rhein“ steht. Ich leite als Interviewer von örtlichen Sportgrößen und/oder -funktionären quasi durch ein lokales „Aktuelles Sportstudio“. Der Job ist mir trotz des Auswärtsspiels möglich, denn Frankfurt ist ja nicht gar so weit. Samstagmorgen geht es dann auf die Autobahn. Je nachdem wie es auf der A5 „flutscht“ fahre ich direkt zum Stadion und beziehe erst nach dem Spiel mein Zimmer im kultigen „Hotel Angel“ im verrufenen Bahnhofsviertel der Hessenmetropole oder ich checke noch vor dem Spiel dort ein. Das einfache und günstige „Hotel Angel“ wurde in einer Zeit zu meiner Stammherberge in Frankfurt als ich noch häufiger mit dem Zug unterwegs war. Fußläufig ist man in acht Minuten auf dem Bahnsteig. Mit der Rotlicht-Nachbarschaft hat die Hotelwahl also nichts zu tun… Für die Übernachtung habe ich mich entschieden, weil ich am Sonntagmorgen weiter Richtung Norden reise – nach Bielefeld, klar, wohin auch sonst? Hintergrund ist der 86. Geburtstag meiner Mutter am Montag, 15. Januar. Ehrensache, dass ich dabei bin und, da in Frankfurt die Hälfte der Strecke schon hinter mir liegt, fahre ich natürlich nicht erst zurück nach Bad Krozingen und Sonntag wieder los. Während ich das hier so niederschreibe, kommt mir der Gedanke, ich könnte ja auch schon nach dem Spiel nach Bielefeld durchstarten… (5 Minuten später).

Ah ja, ich hatte das Zimmer als „Hot Deal“ reserviert und müsste 90 Prozent Stornierungsgebühren bezahlen… Das wäre unangenehm. Über „booking.com“  habe ich jetzt mal um einen Erlass der Stornogebühren angefragt. Die Idee, direkt nach dem Spiel in die Heimat zu düsen erscheint mir immer logischer und naheliegender. Jetzt mal abwarten, was das Hotel zurückfunkt.

Zurück zum Fußball: Meine Einschätzung zur Situation unseres SC Freiburg vor dem Rückrundenbeginn habe ich in meiner Kolumne „SC INTEAM“, die morgen und am Donnerstag in den diversen Ausgaben der Wochenzeitungen am Oberrhein erscheinen wird, zusammengefasst:

SC INTEAM

Das Trainingslager des aktuell Tabellendreizehnten der Fußball-Bundesliga, SC Freiburg, ist beendet. Aus dem Mannschaftskreis heraus gelangte ein Bild vom letzten Abend in Sotogrande (Andalusien)  in die sozialen Medien, auf dem die Spieler entspannt aussehen und ihre Fans mit dem Hinweis auf ein „erfolgreiches Trainingslager“ grüßen. Bei meist sonnigem Wetter und milden Temperaturen hat das Team intensiv gearbeitet. Zum Abschluss  gab es  für eine mit den nominellen Stammspielern Stenzel, Kempf und Terrazzino „aufgehübschte“ B-Elf einen 2:0-Sieg gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Erfreulich, dass Terrazzino, dessen Effizienz in der Bundesliga in der Kritik steht, gegen die Pfälzer einen Treffer erzielten konnte. Das 2:0 gelang dem Neuzugang vom SV Sandhausen, Lukas Höler. Der Stürmer wusste zudem mit sehr eifrigem Spiel gegen den Ball und auffälliger Präsenz bei Freiburger Angriffen zu gefallen. Hölers Integration scheint in Windeseile zu gelingen. Ohne nennenswerte Höhepunkte verlief wenige Stunden später der Test der vermeintlichen A-Elf gegen den Hamburger SV. Nach torloser erster Halbzeit  traf Papadopoulos  im Anschluss an einen Eckball zum 1:0 für die Hanseaten, die derzeit auf Platz 17 der Bundesligatabelle rangieren. Amir Abrashi schaffte nach einer Flanke von Lukas Kübler per Kopf den verdienten  Ausgleich. In der Innenverteidigung gab Manuel Gulde, Leistungsträger der erfolgreichen Vorsaison, nach  Rückenproblemen und sieben  Monaten Pause,  sein Wettkampf-Comeback.  Dass Tim Kleindienst mit einer Augenverletzung und in der Nachspielzeit auch noch Lukas Kübler, nach einem Schlag gegen das Knie, verletzt ausfielen,  wird Christian Streich ebenso wenig gefallen haben, wie der Umstand, dass Nicolas Höfler wegen Rückenproblemen und Yoric Ravet, der sich vor Weihnachten in den Fokus gespielt hatte, mit einer Achillessehnenreizung nicht mitwirken konnten. Die Personalprobleme in der Innenverteidigung, die in der Vorrunde zuweilen zu Problemen führte, scheinen überwunden – nun drohen Ausfälle in Mittelfeld und Angriff. Vor diesem Hintergrund und angesichts des bevorstehenden Abstiegskampfes, geht man beim SC ohne Euphorie aber mit höchster Konzentration die am Samstag bei Eintracht  Frankfurt beginnende Rückrunde an. In der Bundesliga ist der SC seit fünf Spielen ungeschlagen. Angesichts der besonders namhaften Gegner der kommenden Wochen – nacheinander geht es gegen die Spitzenteams Leipzig,  Dortmund und Leverkusen – wäre ein Remis oder ein Sieg in Frankfurt sehr hilfreich in dem Bemühen, den kleinen Vorsprung vor der Kellerkonkurrenz, den sich der SC im Dezember herausarbeiten konnte, zu bewahren.  (Zitatende)

 

 

Fortsetzung folgt…